Freitag, 6. September 2019

Erfahrungsaustauch zur Interkulturellen Woche 2019 im Barnim

Was bedeutet Migrationserfahrung? Und, wie kamen wolgadeutsche Familien nach Eberswalde? Dies diskutierte der Verein KONTAKT EBERSWALDE anläßlich der Barnimer Interkulturellen Wochen 2019 mit Zeitzeugen. Dazu hatte der Verein gemeinsam mit der Migrationsberatung des Bundes der Vertreibenen (BdV) zu einer Filmvorführung am 4. September in der Havellandstraße 15 eingeladen.




Gut 50 Gäste nutzen die Gelegenheit zum persönlichen Erfahrungsaustausch, dem Gespräch mit Zeitzeugen, die aus eigenen Erfahrungen von Vertreibungen in der Sowjetunion berichteten. Der Chor Iwuschka begleitete den Nachmittag mit alten deutschen Volksliedern und Schlagern. Irina Holzmann erinnerte an den 28. August 1941, an dem die seit 1924 bestehende Autonome Republik der Wolgadeutschen aufgelöst und die Bevölkerung nach Sibirien und Zentralasien deportiert wurde. Eine Zäsur im Leben vieler wolgadeutscher Familien, die letztlich dazu führte, dass seit Ende der 1980er-Jahre gut anderthalb Millionen ihrer Nachfahren nach Deutschland übersiedelten.

Keine Kommentare:

Kommentar posten